Jesus: Menschensohn und Gottessohn!
von
Robert Schmid
Es gibt eine wahre Fülle von Büchern, die sich mit der Doppelnatur von Jesus Christus befassen.
War Er ein Mensch oder ein Gott?
War Er halb Mensch und halb Gott?
War Er vollkommener Mensch und vollkommener Gott?
Wenn Jesus nur Mensch war, konnte Sein Tod dann nur für einen Menschen Sühne leisten?
Wenn Jesus ausschließlich Gott oder vollkommener Gott war, konnte Er dann – aufgrund der Unsterblichkeit Gottes – nicht einmal für einen Menschen Sühne leisten?
Wenn Jesus halb Mensch und halb Gott war, konnte sein Tod dann nur für die Hälfte der Menschheit Sühne leisten?
Es ist offensichtlich, dass keine der oben genannten Möglichkeiten die Doppelnatur von Jesus Christus erklären und das universelle Problem der Sünde lösen kann, welche die Todesstrafe fordert, es sei denn, jemand, der Gott gegenüber vollkommen befugt und akzeptabel ist, leistet Sühne.
Um die Doppelnatur von Jesus Christus verstehen zu können, muss man zunächst die Doppelnatur des Menschen erkennen und sich hierzu den Garten Eden ins Gedächtnis rufen. Gott erschuf Adam und Eva in einer unvoreingenommenen Unschuld, in der sie sich weder dem Heiligen Geist Gottes, dargestellt durch den Baum des Lebens, noch dem Bösen, dem Geist Satans, versinnbildlicht durch den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, bewusst waren. Gott verbot Adam und Eva rundheraus, nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, da sie sonst sterben müssten. Verleitet durch die List Satans und infolge ihres eigenen Ungehorsams aßen Adam und Eva dennoch vom verbotenen Baum und erhielten so von diesem verbotenen Baum ihre geistige Ausrichtung und ihr geistiges Leben. Von diesem Augenblick an waren Adam und Eva und all ihre Nachkommen – bis hin zu Ihnen und mir – Menschen mit einer Doppelnatur.
Seit Kain und Abel wird jeder Mensch von leiblich sündigenden Eltern „gezeugt“ und „geboren“ (unsere leibliche Natur) und von unserem geistigen Vater, Satan, „in die Welt gesetzt“ (unsere geistige Natur). Jesus bestätigte dies, als Er den nicht bekehrten Juden erklärte: „Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun“ (Johannes 8,44).
Seinen eigenen Jüngern offenbarte er die Lösung des Problems, indem er zu ihnen sprach: „Lass dich’s nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsset von Neuem geboren werden“ (Johannes 3,7). Ja, um Satans Zeugung zu entkommen und seinen Würgegriff, in dem wir uns alle befinden, überwinden zu können, müssen wir den Anspruch, den Satan auf uns hat, verwandeln und abwehren. Wir müssen von uns weisen, dass wir von ihm gezeugte Kinder sind, und die Tür öffnen, durch die Gott uns zu sich rufen kann, so dass wir neu „gezeugt“ werden können, dieses Mal durch den Heiligen Geist, sodass Gott nun unser geistiger Vater wird. Dabei lehnen wir den sündhaften Adam als unseren leiblichen Vater ab und nehmen statt dessen den getreuen Abraham als unseren leiblichen Vater an. Wenn wir als Geschöpfe, die als Menschen geboren und als Kinder Gottes gezeugt wurden, leben, leiden und sterben, ist uns die Auferstehung gewiss, bei der wir „wiedergeboren“ werden, aus Gott geboren werden als ein geistiges göttliches Wesen, das nie wieder sündigen oder sterben wird.
Gehen wir nun nochmals zurück zu Jesus Christus und seiner Doppelnatur.
„Die Geburt Jesu Christi geschah aber also. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, erfand sich’s, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist“ (Matthäus 1,18). Maria hatte von Gott, durch Gottes Heiligen Geist (Baum des Lebens), empfangen und vom Augenblick der Empfängnis an wuchs in Marias Schoß ein göttliches Wesen heran. Gleichzeitig entwickelte sich in Marias Schoß jedoch auch ein menschliches Wesen, das neun Monate später geboren wurde und von Seinem Gottesvater Jesus genannt wurde. In anderen Worten, Jesus war von Anbeginn ein zweifaches Geschöpf, genau wie Sie und ich von Anfang an zweifache Geschöpfe sind. Der Unterschied liegt darin, dass Jesus vom Augenblick der Empfängnis an vom Heiligen Geist/Gott (Baum des Lebens) gezeugt wurde, wohingegen Sie und ich vom Augenblick der Empfängnis an vom bösen Geist/Satan (Baum der Erkenntnis von Gut und Böse) gezeugt wurden.
Jesus, als Mensch geboren und von Gott gezeugt, demnach der ungeborene Sohn Gottes, beging in seinem irdischen Leben keine einzige Sünde. Er litt und starb und wurde von Gott, Seinem Vater, wieder zum Leben erweckt. In anderen Worten, Er wurde wieder „neu geboren“, geistig geboren, als erstgeborener Sohn Gottes, der so zum anerkannten Heiland der GESAMTEN Menschheit wurde.
Als der Engel des Herrn zu Joseph sagte: „[..] fürchte dich nicht, Maria, deine Gemahlin, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist“ (Matthäus 1,20), so müssen wir uns fragen: Was ist es, das Maria empfangen hatte? Die Antwort finden wir in Johannes 1,14, der sagt, das Wort Gottes ward Fleisch, ward der Sohn Gottes, Jesus Christus.
* Von aller Ewigkeit und 4.000 Jahre lang war (Jesus) das Wort Gottes.
* Neun Monate lang war (Jesus) ein gezeugtes menschliches Wesen und ein gezeugtes göttliches Wesen.
* 33 Jahre lang war (Jesus) ein geborener Mensch und ein von Gott gezeugtes Wesen.
* 40 Tage lang war und bis in alle Ewigkeit ist (Jesus) ein von Gott geborenes Wesen.
Jesus, als geborener Mensch, von Gott gezeugt, die Leibesfrucht Gottes, verwandelte nicht nur Wasser in Wein, sondern vergab auch Sünden und erweckte Tote zum Leben.
Er sprach zu Seinen Jüngern und dadurch auch zu Ihnen und mir: „Wenn ihr Glauben habt (ihr die von Mensch geboren und von Gott gezeugt sind) wie ein Senfkorn und sagt zu diesem Maulbeerbaum: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer! So wird er euch gehorsam sein“ (Lukas 17,6). Das Problem ist, dass wir, die noch nicht von Gott geboren sind, keinen Glauben haben, der so groß wie ein Senfkorn ist. Wir sind unfähig, einen Baum zu bewegen, und im Großen und Ganzen nicht fähig, irgendjemanden zu heilen. Lasset uns deshalb mit den Aposteln bitten: „Mehre uns den Glauben!“ (Lukas 17,5).
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